Melanie Rapp, Lehrerin der BBS Landau, qualifiziert sich für die Badminton Weltmeisterschaft!

 

Melanie Rapp unterrichtet, mit kurzen Unterbrechungen, seit 2008 an der BBS Landau die Fächer Informatik und BWL. Neben ihrer Unterrichtstätigkeit spielt die junge Mutter auch sehr erfolgreich Badminton. Am 02. Juni 2019 qualifizierte sie sich bei den Deutschen Badmintonmeisterschaften der Altersklasse O35 für die im Sommer stattfindende WM in Polen.

Im Interview mit dem LK Sport spricht sie über ihren sportlichen Werdegang, ihre Sportart und ihre Schullaufbahn

 

Guten Tag Frau Rapp, wir würden gerne ein Interview mit ihnen führen um einen Einblick in ihre sportliche Karriere zu bekommen. Wie sind sie zum Sport gekommen?

Ich bin durch meine Eltern zum Sport gekommen. Meine Mutter war früher meine Trainerin. Mein Vater hat schon immer viel Sport gemacht. Beide waren erfolgreiche Leichtathleten.

 

Seit wann spielen Sie Badminton?

Ich betreibe die Sportart seit meinem sechsten Lebensjahr. Zu dieser Zeit habe ich viele verschiedene Sportarten wie: Basketball, Turnen und Schwimmen ausprobiert. Ich habe mich am Ende jedoch für Badminton entschieden und betreibe diese Sportart weiterhin mit viel Freude und Engagement.

 

Wie würden Sie die Sportart Badminton bzgl. Kostenaufwand und Verletzungsgefahr bewerten?

Die Kosten sind überschaubar.  Neben Schuhen und Schläger braucht man nur noch eine Halle, in der man spielen kann.

Beim Badminton kommt es hin und wieder zu Verletzungen durch Überlastung. Gegnereinwirkungen, z.B. durch das Foul eines Gegenspielers, wie beim Fußball, spielen in der Regel keine Rolle. Gott sei Dank hatte ich bisher keine größeren Verletzungen.

 

Spielen Sie im Verein und wenn ja, haben sie einen Vertrag?

Gute Frage, ich hatte früher bei meinem alten Verein (BV Maintal) einen Spielervertrag. Heute spiele ich bei der BSG Neustadt. Spielerverträge gibt es dort keine.

 

Haben Sie bestimmte Rituale vor Wettkämpfen?

Ich höre vor Wettkämpfen gerne Musik. Das hilft mir, mich mental auf das Spiel vorzubereiten.

 

Sie haben vor kurzem zunächst bei den Südwestdeutschen – und kurz danach bei den Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?

Ich habe die Trainingshäufigkeit und auch die Trainingsintensität erhöht. Damit ich bei den Wettkämpfen auf den Punkt topfit und gut eingespielt bin. Mein Trainer und meine Vereinskollegen haben mir dabei sehr geholfen. Aber auch mein Zusatztraining mit den Kollegen der BBS hat dazu beigetragen.

 

 

Wie waren Ihre Eindrücke bei den beiden großen Wettkämpfen?

Ich bin in den Wettkampf bei den südwestdeutschen Meisterschaften mit dem Gedanken rein, „mal schauen wie es läuft“. Es ist dann richtig gut gelaufen! Ich habe sowohl das Einzel und auch das Mixed mit meinem Mannschaftskollegen gewonnen. Damit konnte ich mich in beiden Disziplinen für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren.

Bei den Deutschen Meisterschaften schaffte ich es dann auch im Einzel und Doppel mit meiner Partnerin bis ins Endspiel zu kommen. Leider war ich im Einzelfinale sehr nervös. Vermutlich habe ich dadurch den sehr engen zweiten Satz auch knapp verloren. Deshalb habe ich im Hinblick auf das Einzelergebnis gemischte Gefühle. Auf der einen Seite wäre vielleicht mehr drin gewesen, auf der anderen Seite bin ich aber auch froh überhaupt soweit gekommen zu sein. Im Doppel dagegen war unsere Leistung hervorragend. So schlugen wir als ungesetzte Paarung, die an 2 und 3 gesetzten Paarungen. Nur im Endspiel mussten wir uns geschlagen geben. Mit zwei Silbermedaillen war ich am Ende des Turniers sehr zufrieden.

 

Durch die Erfolge bei den Deutschen Meisterschaften haben Sie sich für die WM qualifiziert. Gibt es einen besonderen Vorbereitungsplan für dieses Turnier?

Leider kann ich aus zeitlichen und familiären Gründen dieses Jahr nicht an der WM teilnehmen. Deshalb entfällt auch eine entsprechende Vorbereitung.  Mein Ziel ist es, mich im nächsten Jahr für die EM zu qualifizieren. Danach wird sich mein Trainingsplan orientieren.

 

Wir starten nächstes Jahr mit unserem Sport LK. Was waren Ihre Leistungsfächer?

Ich hatte auch den Sport LK. Danach hatte sich auch meine Schulwahl gerichtet. Ballsportarten habe ich dabei am liebsten bestritten. Den meisten Respekt hatte ich aber vorm Turnen.

 

Vielen Dank für das interessante Interview und weiterhin viel sportlichen Erfolg.

 

 

Aylin Braun, Rebecca Gatting, Lea Ackermann

LK Sport der BBS Landau