9. November - Schicksalstag der Deutschen: Landtagsabgeordnete besuchen die BBS Landau

Der 9. November nimmt in der deutschen Geschichte eine äußerst besondere Rolle ein:  Während der 9. November 1938 als Reichspogromnacht in schrecklicher Erinnerung bleibt, bedeutete der 9. November 1989, der Tag der Öffnung der Berliner Mauer und das damit beginnende Ende der DDR, vor allem Freiheit und großes Glück.

Zu diesem Anlass veranstaltet der Landtag des Landes Rheinland-Pfalz jedes Jahr einen Schulbesuchstag, an dem die Abgeordneten mit Schülern in den Dialog treten und sich mit deren Fragen und Gedanken beschäftigen.

Dieses Jahr bekam die BBS Landau Besuch von zwei Abgeordneten: Neben Wolfgang Schwarz (SPD) besuchte uns auch erstmals Peter Lerch (CDU), der erst seit einigen Monaten als Nachfolger von Christine Schneider im rheinland-pfälzischen Landtag sitzt.

Beide Politiker berichteten von ihrer persönlichen Wahrnehmung des 9. November 1989. Eine besondere Rolle nahm in der Gesprächsrunde unsere Kollegin Birgit Sasse ein, die - aus der DDR stammend - ihre Eindrücke von der anderen Seite der Berliner Mauer schildern konnte. Bemerkenswert ist hierbei, dass sie eben nicht nur das Bild der allgemeinen Heiterkeit und Glückseligkeit bestätigen konnte, sondern auch eine ganz andere Perspektive aufzeigte, nämlich die der Unsicherheit und der Angst vor der eigenen (beruflichen) Zukunft. Inzwischen wissen wir natürlich alle, dass sich diese Ängste für Frau Sasse nicht bewahrheitet haben.

Auch zur aktuellen politischen Lage wurden Herr Lerch und Herr Schwarz von den Moderatorinnen, Frau Dr. Ehrgott und Frau Back-Schück befragt, wobei die Angeordneten betonten, wie wichtig es ist, dass junge Menschen sich an diesem Prozess aktiv beteiligen. Dem wurde durch kritische Nachfragen und Anmerkungen seitens der Schüler auch Rechnung getragen.

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Schwarz und Herrn Lerch für ihren Besuch und hoffen sehr, sie auch in Zukunft wieder bei uns begrüßen zu dürfen.